Edelmetallerwerb – 25 Grundsatzregeln
Von Stefan Englert | 30. April 2010 | Kategorie: Tipps | 2 Kommentare
Fragen unserer Leser zu aktuellen Themen
An dieser Stelle möchten wir Ihnen die 25 Grundsatzregeln mit auf den Weg geben. Uns erreichen immer einige Fragen rund um den Ankauf und Verkauf von Edelmetallen. Die hier zusammengestellten Punkte sind ein Ergebnis der Auswertung an uns gerichteter Fragen.
Weitere Tipps rund um die Themen An- und Verkauf von Edelmetallen werden wir in dieser Rubrik veröffentlichen. Scheuen Sie auch nicht uns Ihre Fragen via E-mail zukommen zu lassen, wir sind bemüht immer eine Sammlung von Fragen an dieser Stelle zu veröffentlichen.
Diese 25 Grundsatzregeln sind beim Edelmetallerwerb und Edelmetallbesitz zu beachten:
- Klärung, ob man Gold und Silber oder nur Gold erwerben möchte.
- Hat man eine geeignete (kleine) Aufbewahrungsmöglichkeit zu Hause? Kann die private Hausratversicherung angepasst werden?
- Die Verbringung des Materials zu Urlaubszeiten an einen anderen Ort (private Schließfächer z.B.).
- Das Bankschließfach schützt zwar (hoffentlich) vor Diebstahl, aber nicht vor Zugriff Dritter (Bank, Finanzamt, Behörden).
- Die Anschaffung im Rahmen der Privatsphäre, also anonym bis 15.000 EUR.
- Die Stückelung der Goldeinheiten ab z.B. ¼ Unze (ca. 7,77 gr.) bis max. 500 gr. Pro Einheit. Bei Silber 1 Unze (31,10 gr.) bis max. 1.000 gr. Barren.
- Seriosität des Verkäufers also Sicherstellung der Feinheit und Reinheit des gekauften Edelmetalls.
- Angebote „unter dem amtlichen Goldpreis“ sind fast immer kriminell.
- Internetshops sollten immer vorab auf die Seriosität der Betreiber überprüft werden (Referenzen, Bekanntheit im Markt, seit wann im Markt, etc.).
- Internet-Versteigerungs-Plattformen sind mit aüßerster Vorsicht zu genießen.
- Erwerb von Gold im Ausland, insbesondere in Touristengegenden, bringt keinerlei Vorteile zum Erwerb im Inland.
- Wenn man selber seine Edelmetalle verkaufen will, gilt es besonders zu vergleichen. Schnellankäufer („Bahnhofviertel“) bieten fast immer die schlechtesten Kurse.
- Beim Kauf gilt, wie überall, der Preisvergleich unter den seriösen Händlern.
- Anlage-Gold und Anlage-Silber in Münz- und Barrenform, auch Bullion Coins und Bullion Bars genannt, haben nichts mit „Münzsammeln“ (Numismatik) zu tun. Münzhändler sind fast nie Edelmetallhändler.
- Anlage-Gold hat mindestens die Feinheit 995 oder 999 auf den Barren ab 150 gr. aufgeprägt.
- Die bekanntesten Barren-Hersteller sind Heraeus, Umicore (Degussa), Emirates Gold, Argor und versehen die Barren mit einem eigenen Stempel.
- Fälschungen sind alleine mit dem Auge oder durch Gewichtsprüfung nicht erkennbar. Hier hilft nur der Spektrometer.
- Edelmetalle dürfen innerhalb der EU mitgeführt werden und lösen keine automatische Deklarationspflicht (wie Bargeld) aus. Auf Befragen muss mann allerdings angeben, dass man Edelmetalle mit sich führt.
- Gold und Silbermünzen (Anlage-Münzen) der offiziellen Prägestätten USA, Australien, Kanada, Österreich haben einen imaginären Nennwert aufgeprägt und sind somit Zahlungsmittel in ihren Ländern.
- Anlage-Gold ist mehrwertsteuerfrei. Silber-Anlage-Münzen die Punkt 19) erfüllen, haben in Deutschland nur sieben Prozent Mehrwertsteuer-Aufschlag. Silberbarren 19 Prozent.
- Gold unterliegt nicht der Abgeltungs- und Quellensteuer (Rücksprache mit dem Steuerberater halten).
- Schmuck hat nur sehr eingeschränkt etwas mit Edelmetallkauf zu tun.
- Edelmetallhändler die nicht gemäß GWG (Geld-Wäsche-Gesetz) bei Käufen über 15.000 EUR eine Identifizierung durchführen, verhalten sich nicht gesetzeskonform.
- Der Begriff Spread bedeutet die Differenz zwischen Ankauf und Verkaufkurs und nicht die Handelsmarge des Händlers.
- Je größer die jeweilige Edelmetalleinheit ist, desto mehr Metall bekommt man für sein Geld.

Danke für die Tipps
Einige kannte ich noch nicht, wäre bestimmt nicht schlecht, wenn man die aktuell hält oder erweitert.
Heiner
@Heiner: werden wir aufgreifen. Wir können Tipps erweitern und überarbeiten, sprich auf einem aktuellen Stand halten und hier immer mal wieder veröffentlichen.
Gruss,
Stefan